Solitaire Golf

Golf Solitaire ist ein rasantes Kartenspiel, bei dem der Spieler versucht, Karten aus sieben Tableau-Spalten auf einen einzigen Ablagestapel zu verschieben.

Über Solitaire Golf

Golf Solitaire ist ein rasantes Kartenspiel, bei dem der Spieler versucht, Karten aus sieben Tableau-Spalten auf einen einzigen Ablagestapel zu verschieben. Eine Karte kann auf den Ablagestapel gelegt werden, wenn sie einen Rang höher oder niedriger ist als die derzeit oberste Karte, unabhängig von der Farbe. Der Name des Spiels leitet sich vom Punktesystem ab: Wie beim Golf ist eine niedrigere Punktzahl besser – die Punktzahl entspricht der Anzahl der Karten, die im Tableau verbleiben, wenn keine Züge mehr möglich sind.

Spielanleitung für Solitaire Golf

Spielregeln

  1. Tableau: 35 Karten werden offen in 7 Spalten zu je 5 Karten ausgeteilt. Alle Karten sind sichtbar und überlappen sich, aber nur die oberste (aufgedeckte) Karte jeder Spalte ist verfügbar.
  2. Stapel: Die restlichen 17 Karten bilden den Stapel.
  3. Ablagestapel: Eine Karte wird vom Stapel aufgedeckt, um den Ablagestapel zu bilden.
  4. Karten verschieben: Die oberste Karte einer beliebigen Spalte kann auf den Ablagestapel verschoben werden, wenn sie genau einen Rang höher oder niedriger ist als die aktuelle Karte auf dem Ablagestapel. Die Farbe spielt keine Rolle.
  5. Rangumschaltung: In einigen Varianten geht der König in das Ass über (und das Ass in den König), was ein kontinuierliches Spiel ermöglicht. In strengeren Varianten können Könige nur auf Asse und Asse nur auf Zweien gelegt werden.
  6. Ziehen aus dem Stapel: Wenn keine Karte aus dem Tableau auf den Ablagestapel gelegt werden kann, ziehe die nächste Karte vom Stapel. Diese wird zur neuen Ablagekarte.
  7. Punktewertung: Die Punktzahl entspricht der Anzahl der Karten, die noch im Tableau liegen, wenn keine Züge mehr möglich sind und der Stapel leer ist. Die perfekte Punktzahl ist 0 (alle Karten abgelegt).
  8. Gewinnen: Alle Karten aus dem Tableau entfernen.

Strategien

  • Lange Folgen bilden: Halten Sie Ausschau nach Möglichkeiten, mehrere Karten nacheinander zu verketten. Eine lange Folge abwechselnder höherer und niedrigerer Karten kann mehrere Karten auf einmal entfernen.
  • Sorgfältig auswählen, wenn mehrere Karten passen: Wenn mehrere Karten aus dem Tableau auf den Ablagestapel gelegt werden können, wähle diejenige aus, die die meisten Folgemöglichkeiten eröffnet.
  • Säulen frühzeitig freimachen: Das Abtragen einer ganzen Säule entfernt diese aus dem Spiel, bringt bei „Golf“ jedoch keinen zusätzlichen Vorteil (im Gegensatz zu anderen Solitärvarianten). Konzentriere dich eher auf das Bilden von Folgen als auf das Abtragen von Säulen.
  • Behalte den Stapel im Auge: Behalte im Kopf im Blick, wie viele Karten noch im Stapel liegen. Gegen Ende ist jede gezogene Karte aus dem Stapel kostbar.
  • Vermeide Sackgassen: Bevor du eine Karte ausspielst, prüfe, ob sie zu einer Sackgasse führt (keine weiteren Spielzüge möglich), wenn eine alternative Karte möglicherweise eine längere Kette in Gang setzen könnte.
Geschichte von Solitaire Golf

Golf Solitaire wird spätestens seit dem frühen 20. Jahrhundert mit echten Karten gespielt. Es taucht in mehreren klassischen Sammlungen von Solitärspielen auf, obwohl sein genauer Ursprung unbekannt ist. Das Spiel wird manchmal der britischen Kartenspieltradition zugeschrieben, wo Solitärspiele in der viktorianischen und edwardianischen Zeit ein beliebter Zeitvertreib waren.

Der Name „Golf“ leitet sich vom Punktesystem ab – wie beim Sport ist es das Ziel, die möglichst niedrige Punktzahl zu erreichen. Jede Karte, die am Ende im Tableau übrig bleibt, zählt als ein Schlag über Par, und ein leergeräumtes Tableau gilt als „Hole-in-One“.

Die Einfachheit des Spiels und die kurze Spielzeit machten es zu einem idealen Kandidaten für eine digitale Adaption. Golf-Solitaire ist in unzähligen Solitaire-Sammlungen für Computer und Mobilgeräte vertreten. Seine Popularität stieg auf mobilen Plattformen sprunghaft an, wo Spiele wie „Fairway Solitaire“ die grundlegende Spielmechanik von Golf-Solitaire um Grafiken im Golf-Stil und einen Kursfortschritt erweiterten und so eine äußerst erfolgreiche Casual-Game-Reihe schufen.

Golf Solitaire hat in seiner strengen Form eine relativ niedrige Gewinnquote – etwa 5–10 % der Partien sind ohne „Wrapping“ (Verbindung zwischen König und Ass) gewinnbar. Bei aktiviertem „Wrapping“ steigt die Gewinnquote deutlich auf etwa 30–40 %, wodurch das Spiel fehlerverzeihender wird, ohne dabei sein zügiges, befriedigendes Tempo einzubüßen.