Solitaire Pyramid
„Pyramid Solitaire“ ist ein Kartenspiel, bei dem Karten in einer Pyramidenform aus 28 Karten (7 Reihen) angeordnet werden.
Über Solitaire Pyramid
„Pyramid Solitaire“ ist ein Kartenspiel, bei dem Karten in einer Pyramidenform aus 28 Karten (7 Reihen) angeordnet werden. Der Spieler entfernt Karten, indem er zwei aufgedeckte Karten zu Paaren zusammenfügt, deren Summe 13 ergibt. Könige, die für sich genommen einen Wert von 13 haben, werden einzeln entfernt. Das Ziel ist es, die gesamte Pyramide abzuräumen. Durch sein anschauliches Layout und die einfache Paarungsmechanik ist es eine der bekanntesten Solitaire-Varianten.
Spielanleitung für Solitaire Pyramid
Spielregeln
- Pyramide: 28 Karten werden offen in einer Pyramide mit 7 Reihen ausgelegt: 1 Karte in Reihe 1, 2 in Reihe 2, bis zu 7 in Reihe 7. Jede Karte bedeckt teilweise zwei Karten der darunterliegenden Reihe.
- Vorrat und Ablagestapel: Die restlichen 24 Karten bilden den Vorrat. Es wird jeweils eine Karte gezogen und auf den Ablagestapel gelegt.
- Freiliegende Karten: Eine Karte gilt als „freiliegend“ (und kann gepaart werden), wenn keine Karten darüber liegen. Zu Beginn sind nur die 7 Karten in der untersten Reihe freiliegend.
- Paare bilden: Entferne Paare aus aufgedeckten Karten, deren Summe 13 ergibt:
- König (13) = wird allein entfernt
- Dame (12) + Ass (1)
- Bube (11) + 2
- 10 + 3
- 9 + 4
- 8 + 5
- 7 + 6
- Ziehen: Ziehe Karten vom Stapel auf den Ablagestapel. Die oberste Karte des Ablagestapels kann mit aufgedeckten Karten der Pyramide oder der nächsten gezogenen Karte gepaart werden.
- Wiederverwertung: In einigen Varianten kann der Ablagestapel ein- oder zweimal in den Vorrat zurückgeführt werden.
- Gewinnen: Alle 28 Karten aus der Pyramide entfernen.
Strategien
- Könige sofort entfernen: Könige werden einzeln entfernt; räumt sie daher sofort ab, sobald sie aufgedeckt sind.
- Nach Ketten suchen: Bevor ihr einen Zug macht, haltet Ausschau nach Kettenreaktionen – das Entfernen eines Paares kann Karten freilegen, die weitere Paare ermöglichen.
- Die Pyramide im Gleichgewicht halten: Versuche, Karten gleichmäßig von beiden Seiten zu entfernen. Eine einseitige Pyramide führt zu Sackgassen, in denen vergrabene Karten nicht mehr erreicht werden können.
- Den Stapel sorgfältig verwalten: Ziehe nicht einfach gedankenlos Karten. Prüfe, ob die aktuelle Ablagekarte mit einer anderen Karte ein Paar bildet, bevor du die nächste ziehst.
- Pyramidenkarten haben Vorrang vor dem Stapel: Kombiniere lieber zwei Pyramidenkarten miteinander, anstatt eine Pyramidenkarte mit einer Karte vom Stapel zu kombinieren, da das Ziel darin besteht, die Pyramide abzuräumen.
- Plane für tief vergrabene Karten: Finde heraus, welche Schlüsselkarten vergraben sind, und überlege dir die Reihenfolge der Entfernungen, die nötig sind, um sie freizulegen.
Geschichte von Solitaire Pyramid
Die Ursprünge von „Pyramid Solitaire“ lassen sich nur schwer zurückverfolgen, da Solitaire-Kartenspiele in Europa ab dem späten 18. Jahrhundert weit verbreitet waren, ohne dass es darüber formelle Aufzeichnungen gab. Das Spiel taucht in verschiedenen Kartenspielsammlungen des frühen 20. Jahrhunderts auf, manchmal unter Namen wie „Pile of 28“ oder „Pyramid“.
Das Spiel erlangte durch seine Aufnahme in frühe Computer-Solitaire-Sammlungen große Bekanntheit. Es gehörte zu den Spielen, die in den späten 1980er- und frühen 1990er-Jahren in verschiedenen Shareware-Solitaire-Paketen für DOS und frühe Windows-Versionen enthalten waren. Dank seiner einfachen Regeln und seiner ansprechenden grafischen Gestaltung eignete es sich hervorragend für eine Umsetzung auf dem Computer.
Microsoft steigerte die Popularität des Spiels erheblich, indem es in die „Microsoft Solitaire Collection“ aufgenommen wurde, die 2012 mit Windows 8 eingeführt wurde und auf Windows 10, Windows 11, iOS und Android verfügbar ist. Die Microsoft-Version bietet tägliche Herausforderungen, thematische Events und Schwierigkeitsstufen, die Millionen von Spielern bei Laune halten.
Mathematisch gesehen hat „Pyramid Solitaire“ eine relativ niedrige Gewinnquote – geschätzt auf etwa 1 von 20 Partien (etwa 5 %) in der Standardversion ohne Rückführung in den Ablagestapel. Mit ein oder zwei Rückführungen durch den Stapel verbessert sich die Gewinnquote auf etwa 30–40 %. Damit gehört es zu den schwierigeren gängigen Solitaire-Spielen, und ein Teil seines Reizes liegt in der Herausforderung, diese schwer fassbaren Gewinnwege zu finden.