Solitaire Canfield
Canfield ist ein anspruchsvolles Solitär-Kartenspiel, das nach Richard A.
Über Solitaire Canfield
Canfield ist ein anspruchsvolles Solitär-Kartenspiel, das nach Richard A. Canfield benannt ist, einem berühmten amerikanischen Spieler und Kasinobesitzer aus dem 19. Jahrhundert. Das Spiel besteht aus einem Vorratstapel mit 13 Karten, einer einzigen Startkarte für die Fundamentreihe und einem kleinen Tableau mit vier Spalten. Es ist deutlich schwieriger als Klondike, wobei die Gewinnchancen auf nur 3–10 % geschätzt werden. Canfield wird in der britischen Terminologie manchmal mit dem Spiel „Demon“ verwechselt, das nach denselben Regeln gespielt wird.
Spielanleitung für Solitaire Canfield
Spielregeln
- Reserve: 13 Karten werden verdeckt zu einem Reservestapel ausgeteilt. Die oberste Karte wird aufgedeckt.
- Starterkarte für die Fundamentstapel: Eine Karte wird offen ausgeteilt, um den ersten Fundamentstapel zu beginnen. Dieser Wert bildet die Grundlage für alle vier Fundamentstapel (wenn beispielsweise eine 7 ausgeteilt wird, werden alle Fundamentstapel von der 7 bis zur 6 aufgebaut, wobei die Reihenfolge von König bis Ass fortgesetzt wird).
- Tableau: 4 Karten werden offen ausgeteilt, jeweils eine in jede der 4 Spalten.
- Vorrat: Die verbleibenden 34 Karten bilden den Vorrat.
- Fundamente: Bauen Sie vier Stapel nach Farbe in aufsteigender Reihenfolge ausgehend vom Startwert auf, wobei die Reihenfolge bei Bedarf vom König zum Ass zurückkehrt.
- Aufbau des Tableaus: Bauen Sie abwechselnd nach Farben ab (rot auf schwarz, schwarz auf rot). Stapel mit Karten in der richtigen Reihenfolge können gemeinsam verschoben werden.
- Ziehen: Ziehen Sie jeweils 3 Karten aus dem Vorrat auf den Ablagestapel. Nur die oberste Karte des Ablagestapels steht zur Verfügung.
- Einsatz der Reserve: Sobald eine Spalte im Tableau leer wird, füllt die oberste Karte aus der Reserve diese automatisch auf.
- Wiederverwendung: Wenn der Stapel aufgebraucht ist, wende den Ablagestapel (ohne zu mischen), um einen neuen Stapel zu bilden. In der Regel ist eine unbegrenzte Wiederverwendung erlaubt.
- Gewinnen: Verschieben Sie alle 52 Karten auf die Fundamentstapel.
Strategien
- Behalten Sie die Reserve im Auge: Die Reserve füllt leere Spalten automatisch auf. Da Sie nicht auswählen können, welche Karte aus der Reserve eine Lücke füllt, sollten Sie Ihre Züge darauf abstimmen, was möglicherweise auftaucht.
- Gleichmäßig aufbauen: Halte die Fundamentstapel auf ähnlicher Höhe. Wenn du ein Fundament zu weit vorantreibst, kann dies benötigte Karten blockieren.
- Leere Spalten gezielt schaffen: Das Leeren einer Spalte führt zum Ziehen aus der Reserve – dies ist der wichtigste Weg, um den Reservestapel durchzuspielen. Dies ist für den Fortschritt unerlässlich.
- Behalte die Rangfolge der Fundamentstapel im Auge: Denk daran, dass die Fundamentstapel sich wiederholen – auf den König folgt das Ass, dann die 2 und so weiter bis zum Rang direkt unterhalb der Startkarte.
- Nutze den Vorrat effizient: Da du jeweils 3 Karten auf einmal ziehst, achte auf den Rhythmus, in dem die Karten den Kreislauf zwischen Vorrat und Ablagestapel durchlaufen.
- Sei geduldig: Da unbegrenztes Recyceln möglich ist, können Spiele viele Durchgänge durch den Vorrat erfordern. Gib nicht zu früh auf.
Geschichte von Solitaire Canfield
Canfield ist nach Richard Albert Canfield (1855–1914) benannt, einem der berüchtigtsten Spieler der amerikanischen Geschichte. Canfield betrieb in den 1890er und frühen 1900er Jahren ein luxuriöses Casino in der 5 East 44th Street in New York City, das von einer Kundschaft aus der High Society frequentiert wurde. Der Legende nach bot Canfield in seinem Casino ein Glücksspiel an: Die Spieler zahlten 52 Dollar für ein Kartenspiel und erhielten 5 Dollar zurück für jede Karte, die sie auf die Ablagestapel legen konnten. Da der durchschnittliche Gewinn pro Spiel nur etwa 5 bis 6 Dollar betrug, hatte das Haus einen enormen Vorteil.
Verwirrenderweise heißt das Spiel, das die Amerikaner „Canfield“ nennen, im Vereinigten Königreich „Demon“, während das Spiel, das die Briten „Canfield“ nennen, in Amerika als „Klondike“ bekannt ist. Dieser transatlantische Namenswechsel sorgt seit über einem Jahrhundert für Verwirrung in der Kartenspielliteratur.
Das Spiel war in vielen frühen Solitär-Sammlungen für Computer enthalten und hat sich unter Solitär-Liebhabern, die seinen Schwierigkeitsgrad schätzen, eine treue Anhängerschaft bewahrt. Seine niedrige Gewinnquote – je nach den spezifischen Regeln auf 3 % bis 10 % geschätzt – macht einen Sieg zu einer echten Genugtuung.
Canfield hat mehrere Varianten hervorgebracht, darunter „Storehouse“ (bei dem alle Fundamentkarten zunächst in der Reserve liegen), „Chameleon“ (eine vereinfachte Version mit weniger Spalten) und „Rainbow“ (bei dem beim Aufbau des Tableaus die Farbe keine Rolle spielt). Trotz seines Schwierigkeitsgrades – oder vielleicht gerade deswegen – bleibt Canfield ein fester Bestandteil ernstzunehmender Solitaire-Sammlungen.